Wir sind verbindlich, denn wir binden uns an Jesus Christus und an die Gemeinschaft.

Missionarinnen Christi


Missionarin Christi werden

Jeder Beruf will gelernt sein. Auch die Berufung zur Missionarin Christi braucht eine Lehrzeit. Bei uns ist sie in mehrere Phasen gegliedert. Die Ausbildungsphasen sind in den drei Regionen gleich, werden aber den landesspezifischen Erfordernissen entsprechend gestaltet.

Jedes neue Mitglied erweitert durch ihre Persönlichkeit, ihre Begabungen und Qualifikationen unsere Möglichkeiten, auf die Zeichen der Zeit zu antworten.


Erstkontakt und Kennenlernen

Wenn Sie überlegen, ob die Spiritualität und die Lebensform der Missionarinnen Christi zu Ihnen passen könnten, laden wir Sie ein, mit uns ins Gespräch zu kommen.

Bitte wenden Sie sich an Sr. Mareile Hartl, Sr. Ruth Pucher oder Sr. Maria Wolfsberger um zu klären, wie und wo Ihr persönlicher Kennenlernweg mit unserer Gemeinschaft am besten beginnen oder weitergehen kann. So können Sie Eindrücke über unsere Anliegen und unsere Lebensweise gewinnen, Fragen klären und auch die eigene Motivation überdenken.

Ein Besuch in einer Schwesterngruppe, beispielsweise in Jena oder Leipzig, München oder Wien ist eine andere Möglichkeit. 

Verantwortlich für Interessentinnen in Deutschland und Österreich sind:

Sr. Ruth Pucher

Missionarinnen Christi Wien

Telefon: +49 151 22 79 10 00
ruthpucher@hotmail.com

Sr. Maria Wolfsberger

Missionarinnen Christi Leipzig

Telefon: +49 151 22 79 10 00
maria.wolfsberger@googlemail.com

Sr. Mareile Hartl

Missionarinnen Christi München

Telefon: +49 89 74 49 49 44
mareile-mc@gmx.de

Aspirantat und Postulat

Die Phase des gegenseitigen Kennenlernens wird intensiviert, wenn eine Interessentin erklärt, dass sie Missionarin Christi werden will. Als Bewerberin/Aspirantin wird sie in dieser Zeit begleitet und unterstützt. 

Das Postulat findet in einer Lebensgruppe der Missionarinnen Christi statt und dauert in der Regel ein halbes Jahr. Die Postulantin lebt mit den Schwestern zusammen und geht einer circa 30stündigen Tätigkeit innerhalb oder außerhalb der Gemeinschaft nach. Zudem gibt es thematische Wochenenden mit der Noviziatsleiterin und sonstige Gelegenheiten, die Gemeinschaft noch besser kennenzulernen. Die Begleitung vor Ort übernimmt eine beauftragte Schwester.

Bis zur Aufnahme in das Noviziat kann die Postulantin erste Erfahrungen sammeln, um zu entscheiden, ob sie sich auf diese Lebensform einlassen und den Ausbildungsweg im Noviziat weitergehen will. Die Gemeinschaft wiederum schaut in dieser Zeit, ob sie die Postulantin für berufen und geeignet hält, die Spiritualität der Missionarinnen Christi zu leben. Diese Phase dient der Umstellung und der ersten Erprobung eines späteren Alltags als Missionarin Christi.


Noviziat

Das Noviziat dient dazu, die Gemeinschaft näher kennenzulernen und in sie hineinzuwachsen. Wichtig ist in diesen zwei Jahren die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, mit dem eigenen Mensch- und Christsein, mit der Motivation und Eignung für das Ordensleben. Beide Seiten – die Gemeinschaft und die Novizin – prüfen, ob sich die persönliche Berufung in der Gemeinschaft der Missionarinnen Christi verwirklichen lässt und mit dem Charisma der Gemeinschaft übereinstimmt.

Die Noviziatsgruppe besteht aus Novizin(nen), der Noviziatsleiterin sowie zwei bis drei weiteren Missionarinnen Christi und lebt in München.

Für die Novizin sind Zeiten der Stille, des gemeinsamen und persönlichen Gebetes wie auch das Leben mit der Bibel und die Feier der Eucharistie wichtig, um in die Beziehung zu Jesus Christus immer tiefer und bewusster hineinzuwachsen und den Sendungsauftrag für das eigene Leben zu erkennen.

Zum Noviziat gehören thematische Einheiten zur Auseinandersetzung mit der Geistlichen Lebensordnung, der Geschichte der Gemeinschaft, mit verschiedenen relevanten Themen zu Glaube, Berufung, Gelübden, Kirche, Mission usw. Die Novizin wird in Einzelgesprächen begleitet, übt verschiedene Gebetsweisen ein, macht ignatianische Einzelexerzitien. In verschiedenen Praktika vor Ort und mehrwöchigen Praktika in anderen Schwesterngruppen hat sie die Möglichkeit, sich selbst in ihren Fähigkeiten und Begrenzungen sowie den Alltag der Schwestern noch besser kennenzulernen und sich darin zu erfahren.

Mit der Feier der ersten Bindung am Ende des Noviziates wird die Schwester Mitglied der Gemeinschaft der Missionarinnen Christi und bindet sich zunächst für drei Jahre an die Gemeinschaft.

Verantwortlich für die Ausbildung in Deutschland und Österreich ist Sr. Maria Stadler:

Sr. Maria Stadler

Missionarinnen Christi Deutschland und Österreich

Telefon: +49 157 5011 7508
maria.stadler@missionarinnen-christi.de

Juniorat

Als Juniorat bezeichnen wir den Zeitraum zwischen erster Bindung und der endgültigen Bindung in der Lebensweihe. Nach drei Jahren zeitlicher Bindung legt die Junioratsschwester das zweite zeitliche Versprechen für weitere drei Jahre ab.

Sie lebt in einer Lebensgruppe in Deutschland oder Österreich und arbeitet in ihrem Beruf oder macht eine Ausbildung. Im Juniorat erproben die Einzelne und die Gemeinschaft, wie die Schwester ihre Berufung zur Missionarin Christi im konkreten Alltag mit seinen verschiedenen Anforderungen leben kann.

Die Junioratsschwester wird von einer Mitschwester begleitet und nimmt an Junioratstreffen teil. Am Ende der sechs Jahre der zeitlichen Bindung steht die Lebensweihe. Der Vorbereitung auf die Lebensweihe dient ein internationales Junioratstreffen, die Möglichkeit für 30-tägige Exerzitien und ein individuell abgestimmtes Programm.

Mit der Lebensweihe bezeugt die Schwester ihre Entschiedenheit, ein Leben lang Missionarin Christi zu sein und ihr Leben Jesus Christus zu weihen.

Herr Jesus Christus, du bist die Mitte unserer Gemeinschaft und die Mitte meines Lebens.

Ich, Sr. _________ , weihe dir mein ganzes Leben und verspreche auf Lebenszeit Gehorsam, Armut und Ehelosigkeit nach der Geistlichen Lebensordnung der Missionarinnen Christi. Ich will durch mein Leben und meinen Dienst dich und deine Botschaft den Menschen verkünden. Amen.

Versprechensformel der Missionarinnen Christi


Auf dem Weg bleiben

Gott sei Dank sind wir als Missionarin Christi nie fertig.

Es ist uns wichtig, dass wir uns herausfordern und ändern lassen, dass wir weiterhin lernen, wachsen und reifen, ständig geformt und gewandelt werden, um Jesus Christus immer ähnlicher zu werden. Was der Einzelnen dazu dient, ist sehr verschieden. Gemeinsam ist uns, dass jede Schwester jährlich Exerzitien macht, viele Schwestern geistliche Begleitung in Anspruch nehmen und Zeiten der Besinnung halten. Gemeinschaftliche und individuelle Fortbildungen, berufliche und gemeinschaftliche Supervision, der Austausch mit Kolleginnen, anderen Ordensleuten und Freunden u.v.m. dienen dazu, gut auf dem Weg zu bleiben.