Wir schätzen die Vielfalt, weil wir selbst und die Situation verschieden sind.

Missionarinnen Christi


MISSIONARINNEN CHRISTI IN AFRIKA

Missionarinnen Christi leben und arbeiten seit 1958 in der Demokratischen Republik Kongo (ehemals Belgisch-Kongo, Republique du Zaire). Im Jahr 1999 begannen in Südafrika und 2017 in Tansania weitere Einsätze in Afrika.
Die Schwestern in Südafrika und Tansania bilden seit 2025 die eigenständige SEA-Gruppe (Gruppe Süd-Ost-Afrika).

Wir setzen uns für die Würde und integrale Förderung der Menschen, besonders der Frauen ein.

Wir wollen ein Zeichen sein, dass es möglich ist, zum Heil zu kommen, wollen zur Versöhnung … beitragen und Zeuginnen der Liebe Gottes sein.

aus den Richtlinien der Region Afrika

Ihr Engagement für Glaube und Menschenwürde, vor allem in der Bildung und Ausbildung von Kindern und Frauen, bestimmt die Aufgaben:

Schulunterricht im kongolesischen Urwald

Leitung eines Internats und Unterricht in einer weiterführenden sechsjährigen Schule für Mädchen im kongolesischen Urwald (Yemo/Diözese Bokungu-Ikela).

Leitung eines Kindergartens in Taung

Leitung eines Kindergartens in Taung bei Kimberley in Südafrika.

Leitung eines Gesundheitszentrums in Kinshasa

Leitung eines Gesundheitszentrums und einer Entbindungsstation in Kinshasa/Kongo zur Versorgung bedürftiger Menschen.

Koordination der Caritas des Bistums Kimberley

Hilfe zur Selbsthilfe, Bildungsprogramme und Migrationsarbeit helfen den Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Die Geschichte der Missionarinnen Christi in Afrika

Seit 1958 engagieren sich Schwestern der Missionarinnen Christi in Afrika, zuerst im Kongo, während der ersten vier Jahre in der Diözese Bokungu-Ikela, in der zentralen Urwald-Region des Landes, 1000 km Luftlinie entfernt von der Hauptstadt Kinshasa. Zusammen mit den Frauen und Männern der Diözese blicken die Schwestern auf eine turbulente Geschichte zurück: Unabhängigkeitskrieg 1960, Rebellion mit Geiselnahme 1964, Nationalisation 1974, mehr als dreißig Jahre Diktatur, mehrere Plünderungen 1992, 1993, 1997, 1999, der sogenannte Befreiungskrieg 1996/97 und der zweite Krieg, der 1998 begonnen und das Land für viele Jahre destabilisiert hat. Der Großteil der Bevölkerung lebt in unvorstellbarer Armut.

Zwischenzeitlich hat sich der Wirkungsbereich vergrößert, seit 1996 leben die Missionarinnen Christi auch in der Erzdiözese Kinshasa. Seit 1997 wurden hier auch neue Schwestern ausgebildet. 1999 mussten die Schwestern kriegsbedingt die Diözese Bokungu-Ikele verlassen. Im Februar 2002 kehren sie nach Yemo zurück.

Die Situation in der Demokratischen Republik Kongo hat dazu geführt, dass die Missionarinnen Christi mit Nachdruck weitere Wirkungsstätten in Afrika gesucht haben. So ziehen im Februar 1999 Schwestern nach Südafrika, nach Bronkhorstspruit in der Erzdiözese Pretoria. Seit März 2004 lebt eine weitere Gruppe in Taung in der Diözese Kimberley.

Und zuletzt fand sich im August 2017 ein neuer Standort in Arusha, Tansania. Seit 2025 bilden die Schwestern, die in Süd-Ost-Afrika leben, eine eigenständige Gruppe.

1990 begrüßten die Missionarinnen Christi erstmals junge Afrikanerinnen in der Gemeinschaft. Die Schwestern Pascaline Bakaa Nsala und Marie-Thérèse Bosanga Lokwa legten am 24. November 1996 ihre ersten Versprechen ab, genau an dem Tag, an dem 32 Jahre zuvor Missionarinnen Christi während der Rebellion im Kongo aus der Geiselhaft befreit worden waren.

Unser Sendungsauftrag

In den afrikanischen Ländern setzen wir uns ein für die Würde und ganzheitliche Förderung der Menschen. Wir wollen mithelfen am Aufbau der Länder durch die ganzheitliche Bildung der Menschen, vor allem der Jugend, mit Schwerpunkt der Förderung junger und erwachsener Frauen. Wir versuchen in Zusammenarbeit mit allen, die in der Verkündigung stehen, den Missionsauftrag Jesu Christi zu erfüllen:

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

(Joh 20,21)

In den drei Ländern, in denen wir Missionarinnen Christi in Afrika leben, engagieren wir uns für die Bildung von Frauen, setzten uns mit der Vielfalt unterschiedlicher kultureller Werte auseinander und wollen mithelfen, von Zwängen frei zu werden. Wir bemühen uns darum, gemeinsam mit den Menschen vor Ort Hoffnung zu bringen und uns für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte einzusetzen.

Wir erachten die Vielfalt von Generationen, Nationen und Kulturen für wichtig und wertvoll in der Verwirklichung des Sendungsauftrags. Was uns eint, das ist unser Charisma, unsere gemeinsame Sendung. Wir wollen antworten auf:

den Ruf Gottes in den Zeichen der Zeit und dIE Not der Menschen.


Aufgabenbereiche

Unsere Aufgabenbereiche ergeben sich aus der konkreten Situation der Länder und der Ortskirchen, aus dem Sendungsauftrag der Gemeinschaft, den Begabungen der Schwestern und den Erfordernissen des Gemeinschaftslebens.

Unsere Sendung als Missionarinnen Christi verwirklichen wir in:

  • Unterricht und Erziehung: Kindergarten, Grund- und Sekundärschule
  • Gesundheitswesen: ein Gesundheits- und Entbindungszentrum
  • Engagement für Gerechtigkeit und Menschenwürde
  • Pastoralarbeit: Jugend- und Familienpastoral, Mitarbeit in kirchlichen Gruppen, Bibelarbeit, Kranken- und Hausbesuche, Förderung geistlicher Berufe (Berufungspastoral)
  • Frauenförderung
  • Präventive Bildungsarbeit in Ordensgemeinschaften
  • Sozial- und caritative Arbeit : Hilfe zur Selbsthilfe in den verschiedenen Lebensbereichen
  • Gemeinschaftsinterne Aufgaben:
    Bekanntmachen unserer Gemeinschaft, Begleitung von Interessentinnen,
    Leitungs- und Verwaltungsarbeit, Prokurdienste, Wirtschaftsführung, Landwirtschaft im kleinen Rahmen als Beitrag zur Selbstversorgung.


Sr. Béatrice Lisaki Mambangia

Missionaries of Christ

Sr. Béatrice stammt und dem Kongo und ist seit 2011 Mitglied der Gemeinschaft. Sie leitet das Gesundheitszentrum in Kinshasa und die Gemeinschaft im Kongo.

Sr. Philomène Tshilomba Kangudi

Missionaries of Christ

Sr. Philomène ist Kongolesin und gehört seit 2012 zur Gemeinschaft. Sie studierte in Kinshasa Buchhaltung und Verwaltung und arbeitet in diesem Bereich sowohl für die Bischofskonferenz als auch für die Gemeinschaft im Kongo.

Sr. Cecilia Njau Amina

Missionaries of Christ

Sr. Cecilia stammt aus Moshi / Tansania und ist sei 2005 Mitglied der Gemeinschaft. Sie ist die Gruppenleiterin der Gruppe Süd-Ost-Afrika und kümmert sich um Haus, Garten und Projekte in Arusha.

Sr. Nelly Iyese Amasaja

Missionaries of Christ

Sr. Nelly stammt aus Kenia und ist seit 2012 Missionarin Christi. Sie studierte in Südafrika Soziale Arbeit. Seit der Gründung der Süd-Ost-Afrika-Gruppe 2025 bereitet sie sich auf die Aufgabe als Ausbildungsleiterin in Arusha / Tansania vor.

Sr. Bridinette Mboyo Elongo

Missionaries of Christ

Sr. Bridinette ist Kongolesin und seit 2011 Mitglied der Gemeinschaft. Sie arbeitet als Ärztin in der Nähe von Kinshasa.