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Geschichte

Im Vergleich zu anderen Ordensgemeinschaften sind wir eine relativ junge Gemeinschaft. Dennoch können wir mittlerweile auf einige Jahre Geschichte zurück blicken. Die Gründung der Gemeinschaft ist im Kontext einer missionsbegeisterten Kirche der Nachkriegszeit zu verstehen und ist inspiriert von den kirchlichen Erneuerungsbewegungen, die in das 2. Vatikanische Konzil mündeten.

P. Christian Moser
P. Christian Moser

Gründung

Am 8.12.1956 gründete der Herz-Jesu-Missionar P. Christian Moser in Freilassing/Oberbayern zusammen mit fünf Frauen die Gemeinschaft der Missionarinnen Christi.

Pater Christian Moser (1899-1961) hatte ein Gespür für wichtige Fragen seiner Zeit und nahm die Menschen mit ihren Freuden und Problemen ernst. Er war erschüttert von der „Macht der Finsternis“, wie er sie im Ersten Weltkrieg und in den Diktaturen von Nationalsozialismus und Kommunismus erfahren bzw. wahrgenommen hatte. Aber auch den Materialismus des 20. Jahrhunderts erkannte er als Bedrohung für die Würde der Menschen. Er sah es als dringlichste Aufgabe an, „die Welt zu Gott heimzuholen“ und ihr Jesus Christus, den Gesandten des barmherzigen und liebenden Gottes, als Licht der Welt zu verkünden. Er wusste, dass es dazu Männer und Frauen braucht, die im Bewusstsein der Gotteskindschaft Jesus Christus nachfolgen und ihm ihr Leben weihen. Ihn bewegte deshalb auch die Frage nach neuen zeitgemäßen Formen weiblicher Ordensgemeinschaften.
Als ihn die Idee beschäftigte, eine neue Schwesterngemeinschaft zu gründen, kam ihm eine akute Notlage zu Hilfe: Die Herz-Jesu-Missionare der süddeutsch-österreichischen Provinz hatten 1955 ein Missionsgebiet in Afrika, im damaligen Belgisch-Kongo, übernommen und brauchten dafür dringend Schwestern, die sie bei dieser Aufgabe unterstützten. Als P. Moser nach Anfragen bei verschiedenen Ordensgemeinschaften keine Schwestern zur Verfügung gestellt wurden, entschied er, mit Zustimmung des Provinzialrates eine eigene Gemeinschaft zu gründen.

Fünf junge Frauen begannen daraufhin in Freilassing an der deutsch-österreichischen Grenze ein gemeinsames Leben, das ihrer persönlichen Berufung und ihrer christusbezogenen missionarischen Spiritualität entsprach. P. Moser gab der neuen Gemeinschaft den Namen „Missionarinnen Christi“ als Auftrag und Programm. Sie soll teilnehmen an der Sendung Jesu, „die Welt zu Gott heimzuholen“, und „Licht in die Finsternisse der Zeit“ sein. Bereits 1958 wurde der Sitz der Gemeinschaft nach Rebdorf bei Eichstätt/Oberbayern verlegt.

Die weitere Entwicklung der Gemeinschaft

Eine große Herausforderung für die noch junge Gemeinschaft war der plötzliche Tod P. Mosers fünf Jahre nach der Gründung. Bewegte Jahre der Auseinandersetzung um die eigene Identität folgten. In einem intensiven, von Jesuiten begleiteten Prozess erfolgte die Erarbeitung der Geistlichen Lebensordnung unter Beteiligung aller Schwestern.

Diese Geistliche Lebensordnung der Missionarinnen Christi wurde am 8. Dezember 1991 kirchlich anerkannt und gleichzeitig wurde die Gemeinschaft der Missionarinnen Christi als „Gesellschaft des apostolischen Lebens“ vom Erzbischof von München und Freising, Friedrich Kardinal Wetter, errichtet.

Der Sitz der Gemeinschaft ist seit 1974 in München.

Missionarinnen Christi wirken in verschiedenen Ländern und Kulturen mit, dass die Menschen durch die Begegnung mit Jesus Christus den liebenden Gott erkennen und anbeten und dass sie Leben und Hoffnung haben.

Seit Beginn arbeiten Missionarinnen Christi in Deutschland und in Österreich. Erst 1989 wurden diese Einsätze in die Struktur einer eigenen Region Deutschland/Österreich gefasst.

Seit 1958 sind Schwestern im Kongo.

Seit 1966 leben und arbeiten Missionarinnen Christi in Brasilien.

Von 1969 bis 1979 waren Schwestern in Kroatien.

Von 1995 bis 2011 wirkten Missionarinnen Christi in Omsk und Novosibirsk - Russland

1999 wurde der Einsatz in Afrika auf Südafrika erweitert.

Seit 2017 leben und arbeiten Missionarinnen Christi auch in Tansania, die Region Kongo-Südafrika wird umbenannt in Region Afrika.