Unverwechselbarer Klang – 04.04.21

Täglich dringt eine Unmenge von Geräuschen und Informationen auf uns ein. Wir können unmöglich alles aufnehmen und behalten. Und dann gibt es Worte und Klänge, die uns anrühren, bewegen und beschäftigen.

Die Bibelstelle vom Ostersonntag beschreibt die anrührende Begegnung der trauernden Maria mit dem auferstandenen Jesus, dem vermeintlichen Gärtner. Da verändert ein einziges Wort die ganze Situation. Dieses Wort ist ein Name – und sein Klang kommt an: „Maria!“ Maria horcht auf, erkennt, reagiert freudig und überrascht: „Rabbuni!” – das heißt mein Meister. Maria, tief traurig und verzweifelt, erwacht durch die Anrede zu neuem Leben.

Mich erinnert das an eine spannende Partnerübung während eines Katholikentags. Während ich die Augen verbunden hatte, führte mich meine Partnerin über einen Platz, nur indem sie meinen Namen rief. Da mehre Paare unterwegs waren, konnte ich verschiedene Namen hören. Ich folgte aber allein der Stimme, die meinem Vornamen rief und kam an das Ziel.

Wer wünscht sich das nicht, beim Namen gerufen und gemeint zu sein? Jesus ruft uns: persönlich und mit unverwechselbarem Klang. Er will uns zu einem neuen Leben in Fülle führen. Österliches Leben ist vorgesehen für uns.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in den vielfältigen Bewegungen und Begegnungen des Alltags die Stimme des Auferstandenen hören und wahrnehmen können. Die Stimme, die Sie ganz persönlich meint.

Sr. Arlette Reichel MC

Ostersonntag / Johannes 20, 1-18