Unvernunft oder was? – 07.11.21

Die Geschichte von der armen Witwe, die mit zwei kleinen Münzen ihren gesamten Lebensunterhalt in den Opferkasten warf, regt zum Nachdenken an. Diese unauffällige Frau gab alles – einfach so – zur Ehre Gottes. Alle anderen Tempelbesucher, darunter viele Reiche, gaben etwas von ihrem Überfluss. War das nicht vernünftiger? Es ist doch vernünftig hauszuhalten, an die eigene Zukunft zu denken. Alles andere ist Risiko. Wer sorgt für mich, wenn ich blank bin?

Diese Frau gab großherzig alles, was sie besaß. Welch ein Vertrauen in das Leben und auf die Güte Gottes! Welche Freiheit, alles herzugeben ohne nachzurechnen!

Niemand achtete auf diese Frau. Aber Jesu aufmerksamem Blick fiel sie auf. Er stellt die Frau den Jüngern als Vorbild vor Augen. „Schaut sie euch an!  Sie gab alles, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.“

Bleibt die Frage: Was könnte (aus mir) werden, wenn ich alles gäbe?

Sr. Hildegard Weismüller MC

32. Sonntag im Jahreskreis / Markus 12, 41-44