Nicht das Ende, sondern ein Anfang mit Gott – 14.11.21

Auf der Intensivstation der Unfallklinik erleben die Patienten, dass sich die Sonne verfinstert, der Mond nicht mehr scheint und die Sterne ihres Lebens vom Himmel gefallen sind. Gottes Schöpfung ist plötzlich durcheinander geraten. Große Not wird sehr konkret mit Leib und Leben erfahrbar. Das Ende wartet tagelang an der Tür, jedoch kennt niemand jenen Tag und jene Stunde. Ich frage mich, wo diese Menschen Trost und Hoffnung finden, wenn sie auf das Evangelium dieses Sonntages stoßen. Und es ist wieder die Einsicht: Gott ist einfach ganz anders.

Markus lässt in dem ganzen Szenario des Grauens einen entscheidenden Ausblick für seine Zuhörer offen: Es ist die Heimkehr der Menschen in die endgültige Gemeinschaft mit Gott. Das Ende der Zeit kommt durch die Initiative Gottes und durch die Umkehr der Glaubenden zu seinem Wort, das nicht vergehen wird. Nicht umsonst beginnt Markus sein Evangelium mit dem Ruf nach der Umkehr des Menschen und seiner Hinwendung zum Leben mit Gott. Für Jesus beginnt das Ende der Zeit,  indem sich die Menschen um das Wort Gottes versammeln. Das Wort Gottes ist fester als das Firmament. Das Bleibende und Entscheidende für uns sind die Worte Jesu und seine Frage nach dem Willen Gottes. Im Evangelium bleibt es nicht bei der großen Not. Es weist darüber hinaus und darauf hin, dass die Macht Gottes das letzte Wort hat. Das Evangelium des Sonntags endet nicht mit dem Untergang der Welt sondern mit dem Wort: Vater.

Sr. Maria Fokter MC 33. Sonntag im Jahreskreis / Markus 13,24-32